2011 Donaufestival Krems

Fluxus means change among other things. The Fluxus of 1992 is not the Fluxus of 1962 and if it pretends to be - then it is fake. The real Fluxus moves out from its old center into many directions, and the paths are not easy to recognize without lining up new pieces, middle pieces and old pieces together.
Dick Higgins, Fluxus artist and co-founder

Welcome to / Willkommen zu:
Future Fluxus, Research & Production Project and the Donaufestival Krems, "Nodes, Roots and Shoots", 2011

 

""Fluxus"", schlägt man mit den Lippen leicht dagegen klingt der Name schon noch nach. Ein Sammelbecken internationaler Avantgarden der (Anti-)Kunst, schon damals auf drei Kontinenten und im Ostblock unterwegs, frech, fruchtbar, experimentell, international, sicher eine der wesentlichen gesellschaftlichen Kunstströmungen ihrer Zeit. Welche andere liesse sich schon im selben Blick zurück mit abstrakter Musik, dem Jahr 1968, Happenings oder der Gründung der bundesdeutschen Grünen assoziieren? Das Postulat einer Einheit von Kunst und Leben, wie Fluxus sie forderte, war sicher ein Extremfall an Transgression. Doch ist Fluxus selbst überhaupt noch am Leben? Und sollte man eher online danach suchen?

Rechtzeitig vor dem 50. Jahr nach der Geburt einer intermedialen Kunstpraxis, die sich wie ein virales Geflecht in bildende Künste, Musik, Literatur, Architektur, Stadtplanung und Design ausdehnte, stellen Andreas Leo Findeisen und Markus Zimmermann mit dem "Future Fluxus" Projekt die Frage nach den neuen Formen des Fluxus, nach seiner heutigen Wandlungsfähigkeit.
In Vorträgen, Diskussionen und Performances wird die Vergangenheit sondiert, die Gründergeneration befragt, die Jungen zum Tanz geladen, um im Zeitgeist von Facebook und Wikileaks die Zukunft aktueller künstlerischer und politischer Praxen zur Diskussion zu stellen.
Mit dem "Icelandic Fluxus Museum for Free Thought - A Global Theatre with Global Participation" setzt das Projekt die gedanklichen Stränge von "Iceland Hits Danube" von 2010 fort und untersucht die historischen Verbindungen der Fluxisten zu den aktuellen Formen von Netzkunst und -Aktivismus.

Fluxus is not dead, it just smells funny ... Fluxus Strategies in Contemporary Art? Ben Vautier (Fluxus artist der 60er-Jahre, 2007)

 

Programm: www.futurefluxus.org und donaufestival.at Trailer auf

Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=EUxFyxmGb2Q

 

 

* Donnerstag, 28.4. - Eröffnung mit Werken & Performances von Fluxuskünstlern, Ben Patterson (USA/DE)

 

* Samstag, 30.4. - 15.00 Uhr, Kunsthalle Krems, Vortragssaal Future Fluxus Diskurs: Marko Kosnik (SLO), Michael Saup (DE), Jérémie Zimmermann (FRA), Claudia Weinzierl (AT), Nadine Jessen (DE), Melissa Logan (DE), Konzeption und Moderation: Andreas Leo Findeisen (AT)

 

*Donnerstag, 5.5. - Performances, Vorträge, Interventionen; im _underscore (ehem. Partykeller) God´s Entertainment (AT), Everybody is his own discothek (DE), Smakelijk Music Night > Tobi Binär (AT) / Franz Hose (DE) > DJ_Elx / Adrianovicz (DE)

 

* Freitag, 6.5. - Constant Dullaart (NL/DE), Dennis de Bel (NL) / Phillip W. Teister (AT) Schule der Hysterie (At), Jack Hosé (DE) u.a.

 

* Samstag, 7.5. - Pinkpink Sorbet (AT), Pentatones (DE) u.a.

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Interactive Media Art

Markus Zimmermann (DE)

 

Lounge: Dialogue A/D

_underscore: Presence in Time

Kiosk: Reflected++