Is Fluxus Dead? - Vienna Symposium June 4th, 2011

Future Fluxus! Is Fluxus dead? 

  - Ist Fluxus gestorben? -(please scroll down for the german version)

June 4th, 10am-11pm:
Performance Symposium on the Past, Present and Future of the Fluxus-Movement

Location 10am-10pm: 3raum-Anatomietheater, Beatrixgasse 11, 1030 Wien (http://3raum.or.at; to the
map)
Location after 10pm:
ve.sch
- Verein für Raum und Form in der bildenden Kunst, Schikanedergasse 11, 1040 Wien

Fluxus means change among other things. The Fluxus of 1992 is not the Fluxus of 1962 and if it pretends to be - then it is fake. The real Fluxus moves out from its old center into many directions, and the paths are not easy to recognize without lining up new pieces, middle pieces and old pieces together. Dick Higgins

 

FluxusFuture Fluxus! - Ist Fluxus tod? - Future Fluxus! Is Fluxus dead?

10.30 am: Globalism Rules! Immaterial Art Practices behind the Iron Curtain

Some history of Fluxus and immaterial art practises in Eastern Europe starting in the 1960ies;
With Petra Stegmann (DE), Raivo Kelomees (EE), Richard Fajnor (CZ)

1.30 pm: Experimentalism Rules! - From Concept Art and Wikileaks to Quantum Computing and Bananas (Is Fluxus dead?)
With Thomas Geiger (DE), Constant Dullaart (NL), Volker Eckl (AT), Walter Palmetshofer (AT), Tobias Nöbauer (AT), Ella Esque (AT)

3.30 pm: Intermedia Rules! From Networked Performance Events to VanGoghTV, Coded Cultures and Art-on-Strike (Is Fluxus Dead?)

With Tomas Zierhofer-Kin (AT), Markus Zimmermann (DE), Maarin Ektermann (EE), Bastian Wilplinger (AT), Stefanie Wuschitz (AT), Michael Zeltner (AT, Matthias Tarasievicz (AT), Martin Vesely (AT), Michael Saup (DE), Marko Kosnik (SI), Karel Dudesek (AT), Tamas St. Ruby (HU)

Concept and moderation: Leo Findeisen (AT)

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(German Version):

Fluxus meint zuerst einmal Umbruch. Der Fluxus von 1992 ist nicht der Fluxus von 1962 und es ist ein Schwindel, wenn er das vorgibt. Der tatsächliche Fluxus bewegt sich heraus aus seiner alten Mitte in viele Richtungen und die Wegspuren sind nicht einfach zu erkennen, wenn man nicht neue, mittlere und alte Arbeiten miteinander abgleicht.

Dick Higgins
 

Future Fluxus! – Ist Fluxus gestorben?
 
10.00 Uhr Globalism Rules! Immateriale Kunstpraxen hinter dem Eisernen Vorhang

* Die Kunsthistorikerin und Kuratorin Petra Stegmann hat in den letzten Jahren sieben verschiedene
Ausstellungen zum Thema „Fluxus im Osten“ zusammengestellt. Sie wird ausgewählte alte Arbeiten präsentieren und interpretieren. Zudem wird es um die Frage gehen, wie Fluxus aus heutiger Sicht mit anderen Kunstavantgarden, etwa den Situationisten oder „Art & Language“, beurteilt werden kann. Ihre aktuelle kunsthistorische und kuratorische Arbeit beschäftigt sich mit europäischen Fluxusfestivals in den Jahren zwischen 1962 und 1977: „The Lunatics are on the loose ...“.


Homepage Petra Stegmann, "The Lunatics are on the loose ..."


* Mit einigen Freunden hat der Medienkünstler Raivo Kelomees im Jahr 1984 die „Train Station Action“ am Bahnhof von Tartu ausgeführt, ein typischer Fluxus-„Score“, eine Handlungsanweisung, die ihren Inhalt weitgehend festlegt: Falte mit deinen Freunden je einen Container aus Papier, gehe zum nächsten Bahnhof, schiebe die Container in die Schliessfächer, gebe 5 Kopeken hinein, schliesse ab, verlasse den Ort.“ Es hat nicht weniger als 24 Jahre gedauert, bis, im Jahr 2008, die Dokumentation dieser Aktion in einer öffentlichen Ausstellung zu sehen war. Raivo Kelomees, Leiter der Medienkunstabteilung an der Tallinner Kunstakademie, wird die Vorgeschichte der fluxistischen Informationsflüsse darstellen, bis diese ihn in den 1980er-Jahren in Estland erreichten. Danach wird es um beispielhafte andere Aktionen gehen sowie weitere persönliche, soziale und ökonomische Implikationen einer künstlerischen Produktion unter den Bedingungen sowjetischer Kulturpolitik zur Diskussion gestellt. 

Homepage
Raivo Kelomees 

* Richard Fajnor hat sich als Medienkünstler und Performer im vergangenen Jahrzehnt eine eigene Position in den Kunstszenen der ehemaligen Tschecheslowakei erspielt. Gemeinsam mit Marek Kvetan etwa applaudierte er gleichberechtigt alle Erzeugnisse einer zeitgenössischen Kunstausstellung (BienAll, 2005), seine HangArt-Aktionen, in denen er sich selbst in Ausstellung hängte, wurden in zahlreichen Museen und Schauräumen Mitteleuropas durchgeführt.
Homepage Richard Fajnor, BienAll, HangArt

* Im Jahr 1966 veranstaltete Tamas St. Ruby (ehem. Tamas St. Auby) zusammen mit dem Künstler und ehemaligen Schulfreund Gábor Altorjay, angeregt durch einen Zeitungsartikel über ein Happening von Salvador Dalí (!), das erste Happening in Ungarn „Az Ebéd – In Memoriam Batu Kán“ (Das Mittagessen – In memoriam Batu Kán). Es zeigt die Künstler bei einem Großangriff auf die sie umgebene Materie. Gegenstände werden zerlegt, es wird gegessen, Salzwasser getrunken und gekotzt. Die Presseresonanz war groß – und wie bei ähnlichen Veranstaltungen in Ost und West üblich – vernichtend. Auch die Mitarbeiter der Geheimpolizei ließen es sich nicht nehmen, dabei zu sein und im Anschluss ausführlichen Bericht zu erstatten. Doch St. Auby (damals: Szentjóby) ließ sich auch durch zahlreiche Repressionen nicht davon abhalten, weitere Happenings und Aktionen durchzuführen. Seine Aktivitäten brachten ihm bei der ungarischen Staatssicherheit den Namen Schwitters ein – die Spitzel waren vom Fach. (mehr Information  ) Leistungsverweigerung in vielerlei Form scheint das Lebensmotto von Tamas St. Auby zu sein. Der 1944 in Ungarn geborene Künstler ist auch bekannt als Tamás Szentjóby, Tamas Stjóby, Tamas Stauby, Tamas St. Aubsky, Emmy Grant, Emily Grant, Tamas Staub, Tamas Taub. St. Auby begann seine künstlerische Laufbahn mit ihrem Ende. Schon 1966 schrieb der Nicht-Kunst-Künstler sein letztes Gedicht und setzte so einen Schlusspunkt unter seine aktive Beschäftigung mit der Kunst. Trotzdem entstand seitdem ein umfangreiches Oeuvre aus Aktionen, Happenings, Gedichten, Kompositionen, Skulpturen, Gedanken, Mail Art, das international vor allem den happy few bekannt ist – dabei ist St. Auby alles andere als elitär und versteht sich selbst als neo-sozialistischer Realist.

In der ungarischen Kunstgeschichte nimmt St. Auby eine Schlüsselposition ein. Einerseits durch seine nicht leicht zu greifende, aber sehr einflussreiche (nicht-)künstlerische Praxis, andererseits dadurch, dass er wesentlich verantwortlich für die Verbreitung von Happening und Fluxus in Ungarn ist. (
mehr Information  
)


13.30 Uhr 
Experimentalism Rules! – Von gesampelter Konzeptkunst und Wikileaks-Chat-Theater zu Quantencomputern und Diskursbananen (Ist Fluxus gestorben? A)

Mit
Thomas Geiger (DE), Constant Dullaart (NL), Volker Eckl (AT), Walter Palmetshofer (AT), Tobias Nöbauer (AT), Ella Esque (AT)


3.30 pm: Intermedia Rules! Von Vernetzten Performance Festivals zu Steintransporteuren und  intermedialer Freiheitsarchitektur, Hardware Geekas und Kunst-im-Streik
(Ist Fluxus gestorben? B)

Mit
Tomas Zierhofer-Kin (AT), Markus Zimmermann (DE), Maarin Ektermann (EE), Bastian Wilplinger (AT), Stefanie Wuschitz (AT), Michael Zeltner (AT), Matthias Tarasievicz (AT), Susanne Rogenhofer (AT), Sylvia Jura (AT), Martin Vesely (AT), Michael Saup (DE), Marko Kosnik (SI), Karel Dudesek (AT), Tamas St. Ruby (HU)

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nach 10.00pm: Tamas St. Auby (HU), Performance im v.esch, Verein für Raum und Form in der bildenden Kunst, Schikanedergasse 11, 1040 Wien

Konzept und Moderation: Leo Findeisen (AT)

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Fluxus Definition (schnell schnell)

FLUXUS KEY DATES:

1960-1965

The Fluxus movement emerged in New York in the 60's, moving to Europe, and eventually to Japan. The movement encompassed a new aesthetic that had already appeared on three continents. That aesthetic encompasses a reductive gesturality, part Dada, part Bauhaus and part Zen, and presumes that all media and all artistic disciplines are fair game for combination and fusion. Fluxus presaged avant-garde developments over the last 40 years.

Fluxus objects and performances are characterized by minimalist but often expansive gestures based in scientific, philosophical, sociological, or other extra-artistic ideas and leavened with burlesque.

Yoko Ono is the best-known individual associated with Fluxus, but many artists have associated themselves with Fluxus since its emergence. In the '60s, when the Fluxus movement was most active, artists all over the globe worked in concert with a spontaneously generated but carefully maintained Fluxus network. Since then, Fluxus has endured not so much as a movement but as a sensibility--a way of fusing certain radical social attitudes with ever--evolving aesthetic practices. Initially received as little more than an international network of pranksters, the admittedly playful artists of Fluxus were, and remain, a network of radical visionaries who have sought to change political and social, as well as aesthetic, perception.

Source: http://www.artmovements.co.uk/fluxus.htm (retrieved 05-2011)
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FREIWILD,  SAUERTEIGBROT & WITZBOLDE -
FLUXUS ECKDATEN 

1960-1965

Die Fluxus-Bewegung entstand in New York in den 60er Jahren Umzug nach Europa und schließlich nach Japan. Die Bewegung umfasst eine neue Ästhetik, die bereits auf drei Kontinenten erschienen war. Das ästhetische umfasst eine reduktive gesturality Teil Dada, Bauhaus und Teil Teil Zen, und setzt voraus, dass alle Medien und alle künstlerischen Disziplinen Freiwild für Kombination und Fusion sind. Fluxus vorgezeichnet Avantgarde Entwicklungen der vergangenen 40 Jahre.

Fluxus-Objekten und Performances sind minimalistisch, aber oft raumgreifenden Gesten in wissenschaftlichen, philosophischen, soziologischen oder andere Extra-künstlerischen Ideen basieren und Sauerteigbrot mit burlesken gekennzeichnet.

Yoko Ono ist der bekannteste Mensch mit Fluxus verbundenen, aber viele Künstler haben sich mit Fluxus seit ihrer Entstehung verbunden. In den 60er Jahren, als die Fluxus-Bewegung aktivsten war, arbeiteten Künstler auf der ganzen Welt im Konzert mit einem spontan erzeugt, aber sorgfältig gepflegt Fluxus-Netzwerk. Seitdem hat Fluxus ertrug nicht so sehr als eine Bewegung, sondern als eine Sensibilität - eine Art Absicherung bestimmter radikalen sozialen Haltungen mit je - entwickelnden ästhetischen Praktiken. Anfänglich kaum mehr als ein internationales Netzwerk von Witzbolde erhalten, die zwar spielerisch Künstler des Fluxus waren und bleiben ein Netzwerk von Visionären, die radikale Änderungen beantragt politischen und sozialen haben, sowie Ästhetik, Wahrnehmung.


Quelle: http://www.artmovements.co.uk/fluxus.htm (retrieved 05-2011)
Dank an: http://translate.google.at (f. d.I.v.)
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Future Fluxus – Einleitung

""Fluxus"", schlägt man mit den Lippen leicht dagegen klingt der Name schon noch nach. Ein Sammelbecken internationaler Avantgarden der (Anti-)Kunst, schon damals auf drei Kontinenten und im Ostblock unterwegs, frech, fruchtbar, experimentell, international, sicher eine der wesentlichen gesellschaftlichen Kunstströmungen ihrer Zeit.


Welche andere liesse sich schon im selben Blick zurück mit abstrakter Musik, dem Jahr 1968, Happenings oder der Gründung der bundesdeutschen Grünen assoziieren? Das Postulat einer Einheit von Kunst und Leben, wie Fluxus sie forderte, war sicher ein Extremfall an Transgression. Doch ist Fluxus selbst überhaupt noch am Leben? Und wenn ja, sollte man eher online danach suchen?

Rechtzeitig vor dem 50. Jahr nach der Geburt einer intermedialen Kunstpraxis, die sich wie ein virales Geflecht in bildende Künste, Musik, Literatur, Architektur, Stadtplanung und Design ausdehnte, stellen Andreas Leo Findeisen und Markus Zimmermann mit dem Forschungs- und Produktionsprojekt "Future Fluxus" die Frage nach den neuen Formen des Fluxus, nach seiner heutigen Wandlungsfähigkeit. 

In Vorträgen, Diskussionen und Performances wird die Vergangenheit sondiert, die Gründergeneration befragt, die Jungen zum Tanz geladen, um im Zeitgeist von Facebook und Wikileaks die Zukunft aktueller künstlerischer und politischer Praxen zur Diskussion zu stellen.

(Leo Findeisen, Tomas Ziehofer-Kin, aus einem Pressetext für den Standard, Wien, April 2011)

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The Future Fluxus symposium is part of the X-OP-Transeuropean Network for Art Operators (x-op.eu);

 

supported by:
EACEA - Culture, Audivisual and Education Executive Agency, Brussels


 

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